Kontakt / Contact
RAUM 3 FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST existiert seit 1998 und wird von Jürgen Paas und wechselnden Kuratoren geleitet. Der Kunstraum befindet sich in einem alten Schulgebäude am Rande des Siepenparks, wenige Kilometer vom Museum Folkwang Essen entfernt. Die Reihe »&« ist im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 für internationale Projekte konzipiert.

RAUM 3 FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST has existed since 1998 and is directed by Jürgen Paas and guest Curators. The space is in an old school building at the edge of the Siepen Park just a few kilometres away from the Folkwang Museum in Essen


RAUM 3 FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Kunstwerkerstrasse 98
D-45136 Essen

TELEPHONE
+49-201 260796
+49-170 4767529

EMAIL
info(@)2010raum3.de


ANFAHRT / DIRECTIONS
Von der A52 aus Bochum oder Düsseldorf kommend: Auf die B227/Stadtauswärts Richtung Kupferdreh - ca. 2 km geradeaus (Ruhrallee) - links in die Westfalenstrasse einbiegen (Richtung Essen-Steele/Wattenscheid) und nach 50 m sofort wieder links (vor einer alten Fabrikhalle) in die Kunstwerkerstrasse einbiegen - nach etwa 300 m links auf den Schulhof fahren.

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag - Samstag
15 - 17 Uhr

OPENING HOURS
Tuesday - Saturday
3 pm - 5 pm

HYPERARCHIV & Kunstverein Ruhr



Katalogpräsentation


Vernissage 03. Juli 2010 14 – 16h

Ausstellungsdauer 03. Juli 2010



Der Kunstverein Ruhr präsentiert an diesem Tag den Katalog zur gleichnamigen Ausstellung aus dem vergangenen Jahr. Die Ausstellung HYPERARCHIV zeigte Werkbestandteile in einer besonderen Rauminstallation, bei der der Ausstellungsraum in ein riesiges, bis zum Rand gefülltes Depot verwandelt wurde. Vom Platz aus war dieses „Hyperarchiv“ durch das Schaufenster einsehbar, es ließ sich betreten und wie ein Labyrinth durchwandern, also regelrecht physisch erleben.

Die zunächst an die Serialität, Geometrie und die Form- und Farbauffassung der Minimal Art erinnernden Werke von Paas verstehen sich in ihrer Systematik ohnehin als Depot oder Archiv. So gesehen stehen die monochrom gefassten Flächen, die oft auch in mehreren Schichten hintereinander präsentiert werden, für eine Art Vorratskammer, ein Aggregat von Bildern und im übertragenen Sinne für eine „Bildreserve“, vergleichbar mit einem Ideenspeicher. In seinem „Hyperaggregat“ brachte Paas nun dieses Arbeitsprinzip auf eine bislang noch nicht veranschaulichte Weise zur Geltung. Tatsächlich waren die Wände dicht behängt und der Raum in Gänze, vom Boden bis zur Decke angefüllt. Es geht um eine Kunst, die in sich selbst die Möglichkeiten und die Bedingungen von Malerei untersucht und auf eigenwillige Weise veranschaulicht. Diese Fülle von Elementen aus bemalten Leinwänden, aus Blöcken, aber auch aus pulverbeschichteten, farbigen Stahlblechen, ergaben zusammen einen Bildspeicher noch nie gesehener Art. Dass diese Installation auf übertragener Ebene als Referenz gegenüber monochromer Malerei verstanden werden kann und gleichzeitig als Kritik an einer nicht nur durch künstlerische Produktion verursachten Bilderflut, ist nur eine Ebene des Verstehens unter mehreren. Eine andere eröffnete sich in der Tat allen unvoreingenommenen Betrachtern und Passanten, die sich auf diesen merkwürdigen, an das Innere einer riesigen, allerdings sehr farbigen Autobatterie erinnernden Raumeindruck einlassen und das Hyperarchiv betraten.

Aus Anlass der Ausstellung erschien eine Edition von Objekten (Unikaten) aus verzinktem Stahl, welche für alle Interessierten erhältlich ist. Nun wird der dokumentierende Katalog vorgestellt.